Apps, die Apple nicht gefallen

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Die gibt’s nicht für das Iphone, basta. Aber wer bestimmt eigentlich, was guter Geschmack ist und was nicht? Und dürfen Apple-Käufer nicht auch Furzkissen-Humor beweisen?

Apple jedenfalls scheint Furzwitze nicht so witzig zu finden. Und zeigte der Anwendung “Pull My Finger” den Finger. Ließ sie anders als die 999-$-Nonsens-Anwendung “I am rich” gar nicht erst in den App Store, denn sie sei “nur von begrenztem Nutzen für die breite Gemeinschaft der Iphone- und Ipod-Nutzer”. Abgelehnt, nächster Fall für die Geschmackskommission. Dem Entwickler blieb, sein Werk auf YouTube zu zeigen und tönen zu lassen.

Dabei gibt es jede Menge Nonsens-Anwendungen für genau dieses Handy-Spielzeug, vermutlich weit mehr als sinnvolle Anwendungen. Als besonders beliebt erwies sich die Bierglas-Simulation: Das Iphone scheint mit Bier gefüllt zu sein und leert sich zusehends, sobald es gekippt wird. Und zur Nummer 1 im App Store schaffte es Koi Pond, das auch nicht eben großen Nutzen verspricht. Furzgeräusche aber dürfen dem Iphone nicht entweichen.

Von Apple abgelehnt wurden zum Beispiel Ifartz sowei Ibrate – und letzteres sollte Einnahmen für die Brustkrebsforschung bringen. Ähnlich erging es Infurious Comics, die den blutrünstigen Horrorcomic Murderdrome auf die edlen Touchscreen-Flächen bringen wollten. Apple lehnte es ab unter Berufung auf weitgefasste Klauseln in den Bedingungen, die einfach ausschließen, was immer Apple für beanstandbar hält. Die Entwickler argumentierten vergeblich, Apple nehme zugleich über Itunes gutes Geld ein durch den Verkauf von Filmen mit weit krasseren Inhalten.

(bk)

Palluxo

Infurious Comics