Juristische Vorwürfe gegen Oracle-Chef Larry Ellison

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Ein US-Richter hält dem Softwaremanager vor, E-Mails und Gesprächsaufzeichnungen gelöscht zu haben, um so die Beweise gegen ihn zu eleminieren.

In dem US-Verfahren werden dem Oracle-Boss Larry Ellison so einige Dinge vorgeworfen. So soll er Falschaussagen hinsichtlich der Firmenergebnisse in den Jahren 2000 und 2001 gemacht haben, um Investoren zu täuschen. In der Folge soll er die entsprechenden Beweismittel entsorgt haben, die ihn belastet hätten. Auch habe er sein Insiderwissen genutzt und noch rechtzeitig ein Aktienpaket im Wert von 900 Millionen Dollar verkauft.

Oracles Aktionäre hatten das Verfahren schon in 2001 in Gang gesetzt, in dessen Rahmen diese Woche Bezirksrichterin Susan Illston sich dahingehend äußerte, dass sie ernsthaft über die Verfehlungen Ellisons hinsichtlich der Beweisvernichtung in Betracht ziehe und bei ihrem Urteil in der finalen Verhandlung im März 2009 berücksichtigen werde. (Ralf Müller)