TESTS
Google Chrome (Beta)
Der Google-Browser im Test
Privatsphäre und Sicherheit beim Surfen
Ein Popup-Blocker unterdrückt in Google Chrome nervige Fensterchen und meldet dem User auf Wunsch, wenn Popups unterdrückt wurden. Auch ein Phishing- und Malware-Schutz ist direkt im Browser eingebaut. Wer keine Spuren im Web hinterlassen will, der öffnet ein neues Inkognito-Fenster, in dem der Browser das Sammeln von Daten zur Bildung von Nutzerprofilen durch Websites verhindert. Im lokalen Browser-Verlauf tauchen diese Seiten dann natürlich auch nicht auf.
Leider nimmt Google selbst es mit der Privatsphäre seiner User nicht so ernst. Chrome telefoniert nämlich fleißig nach Hause. Alle aufgerufenen URLs werden protokolliert, auf Googles Servern gespeichert und sogar mit einer eindeutigen ID der jeweiligen Programminstallation zugeordnet. Dies soll angeblich der Verbesserung der Suchvorschläge dienen und ist in den Datenschutzbestimmungen nachzulesen.
Dazu kommt: Im Browser lauert mindestens eine Schwachstelle. Der israelische Sicherheitsspezialist Aviv Raff hat bereits eine Demo veröffentlicht, die zeigt, wie ungefragt ein RAR-Archiv heruntergeladen werden kann, das der User durch Klick auf einen Download-Button versehentlich ausführt.
Eines der interessantesten Features von Chrome: Tabs werden in eigenen Prozessen gestartet. Damit nimmt Google Chrome auch hier eine Funktion des IE8 vorweg, der das gleiche Konzept verfolgen soll. Der Vorteil ist, dass sich ein Bug, der sonst den gesamten Browser abstürzen lassen würde, nur noch auf den einzelnen Tab auswirkt. Außerdem soll das Sandbox-Prinzip die Sicherheit beim Surfen enorm verbessern, weil jede Website isoliert bleibt und Schadcode auch nicht auf den PC gelangen kann. Allerdings geht der Start vieler Prozesse verschwenderisch mit den Systemressourcen des Rechners um.
Chrome nutzt einen eigenen Task-Manager, der wie in Windows das Schließen einzelner Prozesse im Browser ermöglicht und gleichzeitig verrät, welche Anwendungen den Speicher, die CPU oder die Bandbreite besonders beanspruchen.
Vermisst haben die Tester im Google-Browser vor allem einen Werbeblocker, der störendes Geblinker innerhalb der Webseiten ausknipst. Solch ein Feature scheint wohl nicht im Interesse von Google zu sein. Leider sind Browser-Erweiterungen offenbar auch nicht vorgesehen, aber vielleicht tut sich hier etwas bis zur Final-Version.
Im Task-Manager gibt der Google Chrome Auskunft über den Ressourcenverbrauch jedes einzelnen Prozesses. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))







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