USA auf dem Weg zur Internet-Insel?

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Das Wirken der US-amerikanischen Sicherheitsfanatiker hat Konsequenzen für den Datenfluss im Internet, die nicht beabsichtigt waren: In zunehmendem Maße achten Firmen darauf, einen Bogen um die staatlichen Überwachungsmaßnahmen zu machen.

Das ziemlich ungenierte Prahlen damit, dass man sich auch von ausländischen Firmen Informationen besorgen könne, indem man auf Internet-Traffic zugreift, der durch die Switching-Einrichtung von in den USA basierten Firmen läuft, beschert den Freunden intensiver Kontrolle wachsende Probleme: Immer mehr Unternehmen achten nämlich darauf, etwa ihre Kundendaten nicht allzu nahe in den Zugriffsbereich der US-Behörden zu bringen.

Über die abnehmende Bedeutung der USA jammern auch amerikanische Wirtschaftsexperten. Vor allem der Verzicht der großen Unternehmen auf Investionen in Glasfaserkabeln mache sich jetzt negativ bemerkbar, während Staaten wie China und Indien massiv Geld in die Infrastruktur für die nächste Generation des Internets steckten.

Den weltweit größten Zuwachs bei den Internet-Anschlüssen verbuchen dann auch  Tiscali, China Telecom und das japanische Unternehmen KDDI, die größten Verlierer sind mit Verizon, Savvis, AT&T,Qwest, Cogent und AboveNet ausschließlich amerikanische Firmen. [gk]

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