Sony und Amazon schleudern E-Reader nach Europa

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Die beiden Firmen wollen schon bald um den europäischen E-Book-Markt kämpfen, wie aus England und Deutschland bekannt wurde. Sie hoffen auf einen breiten Markt – mit einer Technologie, die es seit 20 Jahren gibt.

Das E-Book lebt, so oft und lange es auch totgesagt wurde. Von Amazons deutschen Kindle-Plänen war schon Anfang August zu hören. Sony ist gleichfalls auf dem Sprung und will das deutsche Lesegerät wie Amazon auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober vorstellen und die Verlagspartner dazu. Die deutsche Markteinführung des Sony Readers soll im ersten Halbjahr 2009 erfolgen.

In Großbritannien geht es früher los. Schon nächste Woche startet die führende britische Buchladenkette Waterstone mit dem Sony Reader. Er kostet 199 Britische Pfund und darf bereits vorbestellt werden.

Bücher stellen laut Amazon-Gründer Jeff Bezos “die letzte Bastion des Analogen” dar. “Es gibt ein breites Publikum da draußen für elektronische Bücher”, behauptet John Makinson, Chef des britischen Penguin-Verlags.

Tatsächlich ist der digitale Büchermarkt noch immer schwindend gering, was auch die auffallende Zurückhaltung erklärt, konkrete Zahlen über verkaufte Geräte und E-Books zu nennen, während stets von rasend schnellem Wachstum die Rede ist. Eine realistische Hausnummer gibt die Erwartung Penguins, mit E-Books im Jahr 2010 ein Prozent der gesamten Buchverkäufe zu erreichen. Die analoge Bastion steht auf einem festen Fundament.

(bk)

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INQ: Amazon: Ein deutscher Kindle für E-Books