IFA-Ohrfeige der Stiftung Warentest

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Pünktlich zum Beginn der Funkausstellung werden die technischen Schwächen von Flachbildfernsehern von der Stiftung Warentest kritisiert – kaum zehn Jahre nach Beginn der Massenproduktion.

Während Hersteller wie Sony ihren IFA-Messestand mit etlichen neuen LCD-TV-Modellen vollstopfen, will die unabhängige Testzeitschrift dem Berliner Treiben die Suppe versalzen: Vergleichstests von insgesamt 39 Flachbildfernsehern soll wohl für einen Skandal sorgen.

Die Tester behaupten, dass beim Empfang von hochauflösenden digitalen Fernsehsignalen nur jeder dritte Apparat in der Lage sei, ein gutes Bild zu liefern. Beim Abspielen von Videofilmen vom Blu-ray-Player schaffe lediglich jedes achte Gerät, ein ruckelfreies Bild darzustellen. Und Digitalfotos scharf wiedergeben, das konnten angeblich überhaupt nur 6 der Testkandidaten. Fazit der Stiftung Warentest: Röhrenbildschirme liefern immer noch das bessere Bild.

PC Professionell selbst wird demnächst die neuesten großen und HD-auflösenden Geräte testen, die gleichzeitig auch an den PC angeschlossen werden können – und möglicherweise zu ganz anderen Ergebnissen kommen. (Ralf Müller/mk)

Meine Meinung: Bis die Stiftung Warentest in der Lage war, Computer richtig zu testen, wurde sie in der IT-Branche nur belächelt. Denn die PCs wurden in den 80er-Jahren von Elektronik-Ingenieuren der Siftung vor allem auf die Einhaltung der elektischen Sicherheits-Standards getestet, nicht jedoch auf ihre Leistung – die seinerzeit aber noch viel wichtiger war. Ähnliche Flops und Lernkurven scheinen sich jetzt wieder mit der zunehmenden Digitalisierung des Fernsehens anzubahnen. Ich selbst würde diese Aussagen erstmal nicht ernstnehmen oder sie als Marketing-Trick ansehen, bis ich die Tests tatsächlich gelesen habe. (Manfred Kohlen)