Businessmodell: Virtuelle Welten waschen Geld

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Angesichts der niedrigen Zahl von Online-Bullen haben sich die Kriminellen gedacht: Schleusen wir doch unsere Drogengelder schön anonym durch die 3D-Welten.

Seit Online-Währungen in virtuellen 3D-Welten in echtes Geld konvertierbar sind, blüht das Business – der Unterwelt. McAfee hat sich die Vorgänge mal näher angeschaut und berichtet (hier das White Paper als PDF), dass die Betreiber es den Geldwäschern besondern leicht machen: Anonyme kostenfreie Accounts, sofortige Transaktionen in Echtzeit, günstige und schnelle Rückübertragung und Konvertierung des Geldes zu vielen Punkten der Erde – ein Service, den kaum eine Bank erfüllen kann. Und schon mal gar nicht jene, die mit Nummernkonten arbeiten und für ihre hohen Gebühren berüchtigt sind.
McAfee konnte (oder mochte) zwar nicht die Volumina (Geldsummen, Transaktionszahl) beziffern, um die es hier ginge, glaubt aber, dass sich diese moderne Methode der Geldwäsche ohnehin gerade erst in den entsprechenden Kreisen herumspreche. Cheftechniker Dr. Igor Muttik fleht die Betreiber an, zumindest über eine Zeitverzögerung zwischen Einzahlung, Auszahlung und Übertragungen von virtuellen Geldern nachzudenken, um zum Beispiel den Behörden überhaupt den Hauch einer Chance zu geben, die Sache nachzuverfolgen und den Daumen auf vermutlich illegale Funds legen zu können. (rm)

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