Elektronikkette ProMarkt angeblich gerettet

Allgemein

Das in Schwierigkeiten geratene kleine IT-Handelsimperium der Wegert-Brüder wird wohl doch nicht ganz zerschlagen.

15 Filialen des Computer- und Elektronikhändlers ProMarkt dürfen laut einem Rettungsplan der Gläubiger weitermachen, teilte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde der Berliner Morgenpost mit. Allerdings werde der Name in MediMax geändert. Der Webshop der Kette bleibt nicht nur erhalten, sondern erhält sogar mehr Gewicht. Fünf Filialen der Kette werden geschlossen, weitere fünf an Electronic Partner (EP) verkauft. Jene sind Eigentümer der Marke MediMax und Franchisegeber von ProMarkt.

Die Gläubiger sollen insgesamt 4,5 Millionen Euro erhalten, obwohl sie Forderungen von rund 37 Millionen Euro gestellt hatten. Die bisherigen Eigentümer, die Gebrüder Wegerts, sind übrigens verpflichtet worden, 2 Millionen Euro Kapitalerhöhung zu leisten. Weiterhin steigt die Investorengruppe Gordon Brothers International ein und stellt Finanzierung wie auch Ausfallhaftung zur Verfügung. Die Zahl der Mitarbeiter halbiert sich in etwa auf 360. (Ralf Müller)