DSL-Markt: Telekom-Tochter setzt auf Leitungen der Konkurrenz

BreitbandIT-ManagementIT-ProjekteNetzwerkeTelekommunikation

Die Deutsche Telekom positioniert Congstar als ihre Billigmarke. Doch damit der DSL-Anbieter günstige Tarife anbieten kann, muss er das Netz von Telekom-Konkurrenten nutzen. Die Preise der Konzernmutter sind zu hoch.

Congstar verhandelt derzeit mit dem kölner Netzbetreiber QSC über eine Nutzung von dessen Infrastruktur, und auch mit anderen Unternehmen wie Telefonica, O2 und Vodafone/Arcor strebt man Vereinbarungen an. Das sind zwar allesamt Konkurrenten der Deutschen Telekom, der Congstar zu 100 Prozent gehört, doch anders sei man nicht wettbewerbsfähig, wie Congstar-Chef Alexander Lautz gegenüber der Financial Times Deutschland verriet. Auf dem umkämpften DSL-Markt sei es wichtig »Angebote zu wettbewerbsfähigen Preisen« zu haben, und »um diese Preise wirtschaftlich realisieren zu können, werden wir noch in diesem Jahr mit weiteren Vorleistern zusammenarbeiten«, erklärte er.

Bei der Telekom sieht man das relativ entspannt. »Congstar agiert eigenständig am Markt«, heißt es laut FTD beim Mutterkonzern. (Daniel Dubsky)