Google Street View nimmt’s mit Privatgrundstücken nicht so genau

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Der Ärger um die Fotos von Privatpersonen in Street View ist noch nicht ausgestanden, da naht schon neues Ungemach: Offenbar schert Google sich beim Bildermachen nicht darum, was öffentliche und was Privatgrundstücke sind.

Vor allem aus Kalifornien häufen sich die Beschwerden, dass die Fahrer der Street-View-Mobile Hinweisschilder, die Betreten und Befahren untersagen, einfach ignorieren – was Google durch die Veröffentlichung der so entstandenen Bilder selbst belegt.

Bei der Argumentation, weshalb das Unternehmen sich so verhält, verheddert Google sich. Zum einen behauptet Google in einem derzeit anhängigen Gerichtsverfahren, dass es so etwas wie Privatraum im Zeitalter der Satellitenphotographie ohnehin nicht mehr gebe und man daher auch auf nicht öffentlichen Straßen Aufnahmen machen könne.

Zugleich behauptet ein Google-Sprecher aber auch, dass die Fahrer bestimmte Routen erhalten hätten und dass es Politik von Google sei, nicht auf Privatgrundstücke zu fahren.

Diese Äußerung allerdings wurde zurückgezogen, als der Sprecher von einer Zeitung mit der Aussage eines Fahrers konfrontiert wurde, der die Anweisungen, die er bekommen hatte, kurz und knapp mit “rumfahren und Bilder machen” zusammenfasste. [gk]

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