Dell: Wir haben die Direkt-Strategie aufgebraucht

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Dell wächst wieder und will noch schneller wachsen, vor allem durch das Geschäft mit den Privatkunden. Die Media-Märkte seien schon ganz heiß auf seine Ware, versichert Michael Dell. Und selbst Smartphones von Dell sind nicht mehr undenkbar.

Mit den richtigen Produkten und der richtigen Strategie könne man auch auch bei schlechter Konjunktur wachsen, hob Michael Dell in einem ausführlichen Interview mit der Wirtschaftswoche hervor. So habe Dell in den US-Stückzahlen im ersten Quartal um 15,6 Prozent zugelegt, während die übrige Branche um 1,5 Prozent verlor. Diese Wachstumsraten wolle seine Firma für das restliche Jahr beibehalten.

Er setzt vor allem auf das Privatkundengeschäft, bei dem Dell schneller wachse als jede andere Firma. Das Direktmodell habe zwar die Umsätze in zehn Jahren verzehnfacht. Ab 2007 habe diese Strategie jedoch nicht mehr so gut gegriffen, die Zeit für eine neue Strategie sei gekommen.

Mit Produkten wie dem Studio Hybrid, einem neuen Medienplayer und der Itunes-Alternative Zing sucht Dell offenbar den Weg von den Büros und Serverräumen in die Wohnzimmer. Und das Privatkundengeschäft bringe noch mehr Chancen:

“1,4 Milliarden Menschen sind mit dem Internet verbunden. Etwa vier Milliarden haben Mobiltelefone, mit wachsendem Anteil von Smartphones. Diese Smartphones sind mit dem Internet verbunden, das heißt, es gibt einen gewaltigen Datenverkehr, der Server braucht und Speicher. Diese Infrastruktur können wir liefern.”

Der in der Not zurückgeholte Firmengründer versprach, auch in den nächsten 25 Jahren bei Dell zu bbleiben. Konkrete neue Produkte kündigte er nicht an. Auf die Frage, wann ein Smartphone von Dell komme, eine Art Iphone, ließ er vage durchblicken:

“Wir werden mehr Produkte anbieten, die einen kleineren Bildschirm haben. In der nahen Zukunft werden das eher Computer sein, also nicht das, was man landläufig unter Smartphone versteht. Aber vielleicht fragen Sie mich nächstes Jahr noch mal.”

(bk)

Wiwo