Intel jammert über westliche Erziehungssysteme

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Dass man den Zustand des Schul- und Bildungssystems beklagt, gehört inzwischen schon fast zum guten Ton, und so mochte sich auch Intel-Chef Craig Barrett nicht bei dem Thema zurückhalten. Geld allein, so meint er aber, macht allerdings auch nicht glücklich.

Barrett nutzte das Entwicklerforum von Intel, um der Politik ins Gewissen zu reden, und sprach gar von einer Krise des US-Erziehungssystems, die aber auch in Westeuropa und Japan zu sehen sei. Während Osteuropa, China, Russland, Indien und Lateinamerika sich fleißig um mehr Bildung bemühten, stelle man sich in den klassischen Industrieländern dieser Aufgabe nicht.

Beim Thema Finanzierung jedoch gab Barrett sich dann gleich wieder staatsmännisch zurückhaltend: Die technische Ausrüstung im Klassenraum sei nicht das Entscheidende, sondern der gute Lehrer, der vor den Schülern steht. Was man ja auch so interpretieren kann, dass Intel lieber den Staat zahlen lässt als sich selbst übermäßig zu engagieren.

Immerhin aber stellte der Intel-Grande der Entwicklerschar einen 100.000-Dollar-Preis für die innovativste Idee in Aussicht, wie man Technologien zur Verbesserung von Erziehung, Gesundheitsversorgung, wirtschaftliche Entwicklung oder Umwelt einsetzen könne. ist ja auch was. [gk]

BBC News