IFA: Preiswert Breitbandsurfen via Satellit

BreitbandNetzwerke

Rund 10 Prozent der Bundesbürger sind von DSL- und anderen Breitband-Zugängen abgeschnitten. Nicht mehr lange.

In den vergangenen Jahren konnte sich keine der Satelliten-Offerten im Markt durchsetzen. Jetzt gibt es einen erneuten Anlauf: Zur Internationalen Funkausstellung in Berlin stellen Eutelsat, TelDaFax und die Internetagentur Schott gemeinsam eine günstige Breitbandlösung vor. Mit “Tooway” sollen Nutzer aus einsamen Gegenden ihre Daten mit bis zu 2 Mbit/s downloaden, aber nur mit 156 Kbit/s im Rückkanal uploaden können.

Im Vergleich zu DSL sind das nicht gerade Superwerte, dafür biete man ergänzend gleich mal Triple Play an: Internet, Telefonie und TV mit nur einer Antenne seien mit Tooway SatSpeed machbar. Dafür wurde extra der SatSpeed-Router aufgebohrt und fürs Tooway-System optimiert. Zu den Kosten, die am Ende auf die Endverbraucher zukommen, gab es noch keine konkreten Angaben. Eutelsat verspricht immerhin, dass Tooway zu konkurrenzfähigen Preisen angeboten werde, welche sich am bestehenden DSL-Niveau orientieren würden. (Ralf Müller)

Meine Meinung: Der Kollege meint, kein solcher Service habe sich bislang durchgesetzt. Nun gut, Vorreiter Teles hat sein Sky-DSL eingestellt, doch in letzter Zeit kommen immer wieder weitere Vertriebskooperationen von Mitbewerber StarDSL. Und gegen deren kürzlich mächtig erhöhten Marketing-Aufwand anzustinken ist auch für TelDaFx, Eutelsat und Schott nicht leicht. Die Angebote sind vergleichbar – aber ob ein paar “verstreute Landeier” (übrigens Zitat eine Telekommunikationsmanagers), bei denen es kein DSL gibt, genug Einkommen für die Betreiber erwirtschaften? (Manfred Kohlen)

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