Twitter killt seinen mobilen Service

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Bislang konnten sich Akteure der Familien-Blogging-Kontakthalte-Site per SMS die neuesten Updates aufs Handy schicken lassen. Das ist für den größten Teil der Welt nun passé.

Vielleicht haben zu viele US-Soldaten auf diese Weise Kontakt mit den Lieben daheim halten wollen? Jedenfalls bietet Twitter seinen SMS-Mobilservice ab sofort nur noch für USA, Kanada und Indien an. Kreuzfahrer, Weltenbummler und Soldaten schauen in die Röhre und müssen sich nun regelmäßig online einloggen, um zu sehen, ob es neue Zuschriften gibt.

Schuld hätten laut Twitter die Mobilfunkprovider, die von dem sozialen Netzwerk immer unsozialere Preise für die SMS-Verteilung gefordert hätten. Sie seien nicht bereit gewesen, günstige Sondertarife zu gewähren, weshalb die Kosten davongaloppiert wären. In der Spitze habe das bei besonders aktiven Nutzern schon mal um die 1.000 Dollar im Monat ausgemacht.

Nun wolle man weiter mit den internationalen Netzbetreibern verhandeln und schauen, ob man nicht doch noch eine Lösung findet, die SMS zum niedrigen nationalen Tarif in alle Welt verteilen zu können. Bis dahin bittet man die Kunden mit webfähigen Handys, doch per Mobilbrowser die Twitter-Site direkt zu besuchen. Dort warte für iPhone, BlackBerry und javafähige Mobiltelefone ohnehin eine angepasste Twitter-Applikation zum Download. (Ralf Müller)