Alcatel-Lucent sucht den Ausweg aus der Krise

IT-ManagementIT-ProjekteNetzwerkeTelekommunikationUnternehmen

Trotz aller Synergien und Sparmaßnahmen kommt der transatlantische Zusammenschluss der Telekomausrüster nicht auf einen grünen Zweig.

Vor zwei Jahren wurde aus der französischen Alcatel S.A. und der amerikanischen Lucent Technologies die Alcatel-Lucent S.A. Doch die Geschäftsfelder Sprache, Daten, Mehrwertdienste und integrierte Netzlösungen haben kaum Erfolgsmeldungen zu bieten. Trotz erhoffter Synergieeffekte und kräftigstem Jobabbau zeigen die Zahlen stetig abwärts. Im abgelaufenen Quartal betrug der Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr 5,2 Prozent: 4,1 Milliarden Euro erbrachten unter dem Strich nur einen Verlust von 222 Millionen Euro. Zwar 114 Millionen unter Vorjahresniveau, aber nicht wirklich eine Erfolgsmeldung.

Die Situation wird offenbar nicht besser, denn der Konzern rechnet auch für das Gesamtjahr mit 2 bis 5 Prozent weniger Umsatz. Als Quittung für diese unerfreuliche Entwicklung müssen die Architekten der Fusion, Vorstandschefin Patricia Russo und Aufsichtsratschef Serge Tchuruk, ihren Hut nehmen und das Untenehmen verlassen. Der Vorstand werde nun reorganisiert und verkleinert. (Ralf Müller)