US-Gericht stärkt OpenSource-Lizenz

Allgemein

Ein Umgehen der OpenSource-Lizenz stellt nicht nur einen Vertragsbruch, sondern auch eine Verletzung des Urheberrechts dar.

Das U.S. Court of Appeals for the Federal Circuit (Bundes-Berufungsgericht) bestätigte eindeutig die uneingeschränkte Gültigkeit und Nachhaltigkeit von OpenSource-Lizenzen. Im konkreten Fall ging es um ein Entwicklerteam, das ein Java-Programm zur Steuerung von Miniatur-Eisenbahn-Anlagen entwickelt und der Öffentlichkeit der Eisenbahnfreunde als kostenlose OpenSource-Lizenz zur Verfügung gestellt hatte.

Als üblicher Teil der Lizenzbedingungen galt auch hier, dass eine Weiterverwendung durch Dritte den Regeln der freien und offenen Software zu unterliegen habe. So muss der Nutzer bei einer Veröffentlichung seiner Version die Originalautoren mit angeben und sämtliche Veränderungen am Code dokumentieren, was im Fall der Steuerungssoftware Java Model Railroad Interface (JMRI) und ihres kommerziellen Derivats DecoderPro unterblieb. Die Entscheidung des US-Berufungsgerichts wird allgemein als Stärkung der Rechtssicherheit bei OpenSource-Lizenzen begrüsst. [fe]

Autor: fritz
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