Siemens macht RFID-Chips sicherer

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Die kleinen Funk-Chips, die an sich Produkte fälschungssicher machen sollen, ließen sich nach einiger Zeit ebenfalls leicht nachbauen, die Funksignale fälschen. Siemens bietet nun eine Authentifizierungs- und Verschlüsselungs-Lösung für die Mini-Funker.

Eine neue Technik von Siemns soll RFID-Chips abhörsicher machen und so Fälschungen unterbinden. Siemens-Mitarbeiter Dr. Michael Braun in einem Vortrag über RFID-Sicherheit (PDF) im Juli 2008: “Im Prinzip ist das Klonen von RFID-Tags so einfach wie das Kopieren eines Barcodes”. Sogar ein Hobbyelektroniker hätte in wenigen Tagen mi einem Aufwand von rund 20 Euro herkömmliche RFID-Chips nachbauen können. Jetzt nicht mehr:

Mit Hilfe von Kryptografie und einer digitalen Signatur soll nun die Echtheit der Signale überprüft werden. Das neue Authentifizierungsverfahren für die Chips nutzt asymmetrische Kryptographie, berichtet Siemens – ein Lesegerät verschlüsselt beim Überprüfen des Chips seine Antwort auf die Abfrage mit einem persönlichen Schlüssel. Wenn dann die Antwort des kleinen Funkers mit dem öffentlichen Schlüssel des Chips zu entschlüsseln ist, sei die Echtheit bewiesen.

Das Prüfverfahren benötige gerade mal eine Zehntelsekunde, erklärt das Unternehmen. Mit neuen Algorithmen verbrauche man zudem weniger Rechenpower und damit weniger Energie als in bisherigen Versuchen einer effizienten Authentifizierung. Das feste Abbilden der Algorithmen in nicht programmierbare Chips spare zudem noch mehr Energie – nur so kann RFID reibungslos funktionieren. (Manfred Kohlen)

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