Napster: Umsatz fällt, Verlust steigt

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Der Online-Musikshop mit dem Traditionsnamen zeigt, was mit halbgaren Marketingideen passiert.

Über Napsters wechselvolle Geschichte brauchen wir an dieser Stelle nichts zu erzählen. Die wechselvolle Gegenwart dagegen lässt sich gut in Zahlen ausdrücken: im Vergleich zum Vorjahresquartal der Umsatz von 32,3 Millionen US-Dollar auf 30,3, die Zahl der Abonnenten von 760.000 im März auf 708.000 im Juni, nur der Verlust stieg von 4,24 Mio. USD (erstes Quartal 07) auf 4,38 Mio (erstes Quartal 08). Damit sackte die Firma schneller ab, als Analysten das erwartet hatte.

Gut, aber wir hatten auch nicht wirklich angenommen, das der Verkauf von verlustbehafteten digitalen Kopien von Musikstücken zu Kursen, die über den Supermarkt- und Drogerie-Preisen für die Original-CDs liegen, oder das “Vermieten” von Musik mit integriertem Verbot der Weitergabe auch nur irgendwie sowas wie ein Geschäftsmodell darstellen könnte. Macht ja nichts. Die Kutschen- und Pferdezubehör-Industrie steht heute auch nicht mehr so gut da wie vor 150 Jahren, ohne dass es deswegen dem Rest der Welt schlechter gehen würde. [fe]

Reuters