Video enthüllt Iphone-App “I am rich”

Niemand muss 999 $ ausgeben, um sich “I am rich” zu fühlen. Mal abgesehen davon, dass Apple inzwischen zögert, weitere Iphone-Opfer um diesen Betrag zu prellen.

von Bernd Kling 10

Neil Pomerleau stellt sich als einer der 8 “I am Rich”-Besitzer vor. Die inzwischen um jeweils 999 $ ärmer sind, weil sie auf “Kaufen” geklickt haben bei einer Anwendung, die nichts anderes macht, als eine Ladung Pixel auf das Jesusphone zu befördern. Neil hält es nun auch noch für klug und angeraten, alle Welt an dieser Erfahrung teilhaben zu lassen.

Er führt vor, wie er die “Anwendung” auf einen Ipod Touch überspielt. “Es ist wirklich ein Kunstwerk”, versichert er mit leicht ironischem Unterton und zeigt dann noch das “geheime Mantra” des App-Entwicklers, das “wir gewöhnlichen Sterblichen nicht zu sehen bekommen”:

I am rich / I deserv it / I am good, / healthy & successful

Hört sich nicht sooo schrecklich geheim an und ist auch noch falsch geschrieben. Mal abgesehen vom künstlerischen Verzicht auf Zeichensetzung.

Unglücklicherweise, so schließt der Video-Enthüller, sei diese komplexe Anwendung mit ihren zahlreichen Features in Apples App-Store nicht mehr zu bekommen. Und droht an, in Kürze eine gecrackte Version zu veröffentlichen.

Von Armin “I am rich” Heinrich könnte selbst Steve Jobs noch einiges lernen. Der muss noch immer mühsam Hardware “Made in China” an die treue Fanbase bringen, um seinen Kontostand weiter nach oben zu drücken. Dem App-Entwickler aus dem niedersächsischen Salzgitter hingegen ist das Kunststück gelungen, ein paar Rotlicht-Pixel in $$$$$ zu verwandeln.

(bk)

“I am rich” Guided Tour (Video)

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10 Antworten zu Video enthüllt Iphone-App “I am rich”

  • 12. August 2008 à 11:20 von Anonymous

    Ein was wahres ist drann: wer dafür so viel Geld ausgeben kann ist wirklich reich. Nette Soft -> haben muss!!! Da können die anderen nicht Mensch.. ehm nicht IPhone besitzer mal richtig abkotzen LOL.

    PROLLPROLLPROLL

  • 12. August 2008 à 11:47 von Jason

    Nur leute mit einem Super-Jesus-Phone können sich die app kaufen. Ist wahrscheinlich so was wie extra Portion an himmlischer Erleuchtung.

  • 12. August 2008 à 11:53 von The_Mell

    Ironischerweise dürfte diese Anwendung nun wahrlich super exklusiv sein.
    Ich meine selbst von den meisten Supersportwagen werden doch mehr als 8 verkauft…

  • 12. August 2008 à 12:08 von Anonymous

    @ The_Mell
    mit dem kleinen Unterschied, dass man einen Sportwagen nicht in 5 Minuten nachbauen kann….damit verfällt die exklusivität wohl^^

  • 12. August 2008 à 13:06 von fangorn

    @Anonymous
    Jemand der in Erwägung zieht diese Anwendung zu kaufen kann sie wohl kaum in 5 min nachbauen.

    Unter denen die zuviel Geld haben (aka Iphone Besitzer) kann man sich eben nur mit Problemen als _richtig_ reich positionieren. Da kommt so eine App. die jeder als sauteuer kennt doch gerade recht. ;-)

  • 12. August 2008 à 14:29 von Dachskiller

    1. Das Teil kann man auch mit einem iPod Touch kaufen, siehe Video…
    2. Wer das Teil kauft hat zuviel Geld und ist bescheuert in meinen Augen…
    3. Das sind leicht verdiente 7992 $ für den Programmierer, ich gönne es ihm.

  • 12. August 2008 à 15:54 von Chris_M

    [quote]Mal abgesehen davon, dass Apple inzwischen zögert, weitere Iphone-Opfer um diesen Betrag zu prellen.[/quote]

    Warum dieser Hass gegenüber Apple?
    Der User hat ein Produkt ganz normal über den Applestore gekauft. Irgendein Hinweis auf Betrug oder sonstige falsche Angaben, die das Wort ‘Prellen’ rechtfertigen?

    Chris

  • 12. August 2008 à 23:28 von DGDV

    Es ist nichts weiter als eine miese Abzocke. Jedes Kind kann solch einen geistigen Durchfall erzeugen.

    Und Leute, die es sich kaufen sind eh charakterlich unterbelichtet. Reich sein ist eben nicht alles..

  • 12. August 2008 à 23:32 von Anonymous

    Ich seh hier auch nicht, dass irgendjemand geprellt wurde. Eher ein Eingeständnis Apple’s, dass sie ihre Kunden für saudämliche Vollpfosten halten und daher lieber die, nennen wir es “rudimentäre Luxussoftware”, aus ihren virtuellen Regalen nehmen, bevor sich noch so ein ADS-gestörter iJünger arm kauft.
    Dass Apple durchaus recht haben könnte, mit ihrer Vermutung, dass ihre Kunden geistig nicht unbedingt fit sind, hat dieser Aus-Versehen-Käufer ja sehr anschaulich demonstriert. Q.e.d..

    Finanzieller Darwinismus könnte sich als Segen für einen gesunden Genpool erweisen. Lasst die Bling-App im Shop, sag ich. :D

  • 13. August 2008 à 07:06 von Klugscheisser

    Lieber Armin,

    wie wär es mit einer Version wo das Juwel nicht leuchtet, für Hartz IV – IPhonisten, das heisst dann “i am poor” und kostet nur noch 100$, die man in 24 Raten mit nur 9,9% effektivem Jahreszins abstottern kann? Ich mein, allein der Gerechtigkeit wegen…
    (Wenn man sowas auch noch für normale Handys über Jamba-Abo vertreibt wird das der Renner, ich schwör…)

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