US-Wahlkampf: Obama plant Online-Premiere

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Statt per traditioneller Pressekonferenz wollen die Demokraten den Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten per SMS und E-Mail bekannt geben.

Sobald sich Barack Obama für einen Vize entscheiden sollte, erfahren das seine Anhänger direkt per Textbotschaft. Vorteil dieses Verfahren: Keine Probleme mehr mit der Geheimhaltung bis zur offiziellen Vorstellung des Kandidaten. Laut Kampagnenmanager David Plouffe sei es auch nicht mehr lang hin, bis sich Obama für seinen Stellvertreter im Weißen Haus entscheide – womöglich sogar noch diese Woche.
Die ohnehin schon Maßstäbe setzende Online-Kampagne der Demokraten werde demnächst noch um Online-Chats und Videostreaming ergänzt, teilte das zuständige Komitee der Partei mit. So wolle man Kamerateams durch das ganze Land schicken und das normale Wählervolk zu Wort kommen lassen. Die vielen Videos sollen dann online auf der bevorstehenden Partei-Konferenz eingespielt werden. Sogar Fragen via Echtzeit-Video seien zugelassen, so die Planung. Das sieht Gegenkandidat McCain mit seinem bewussten Verzicht auf die Facebook-Wähler und den von Assistenten ausgedruckten E-Mails natürlich alt aus. Immerhin ließ er aber seine möglichen Vize-Kandidaten googeln. Da kann dann ja nichts mehr schiefgehen. (rm)

Guardian