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SecuriKey Professional Edition
Authentifizierung via USB-Stick

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Studien zufolge verschwinden allein auf US-Flughäfen rund 10 000 Notebooks pro Woche. Firmen mit Außendienst-Mitarbeitern sollten also dringend über Sicherungssysteme nachdenken, damit sensible Unternehmensinfos nicht in die falschen Händen geraten – SecuriKey will das unter XP, Vista und OS X leisten.

Schnell installiert, aber sperrig einzurichten

Um die inneren Werte eines Notebooks zu schützen, sollten Firmen 2-Faktor-Authentifizierung und Verschlüsselung als Teil ihrer Security-Strategie implementieren. Sprich: Alle Notebooks kriegen einen verschärften Login und Komplettverschlüsselung der Festplatte verpasst. Doch Windows XP allein kann das nicht. Besser macht es Vista – in der Business-Version ist die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker bereits eingebaut. Bei Mac OS X dagegen muss man selbst nachrüsten.

In vielen Firmen sind aber Windows, Mac OS X und Linux vertreten, Admins wünschen sich deshalb eine einheitliche Lösung. SecuriKey von GT Security funktioniert mit allen drei Betriebssystemen. Wir haben die Pro-Version unter Windows XP getestet.

In zwei Minuten ist SecuriKey installiert, danach startet automatisch ein Assistent für die Einrichtung. Leider gibt es keine Möglichkeit die Sprache auf Deutsch umzustellen, die Software ist komplett in englisch gehalten. Zuerst müssen Sie einen der beiliegenden USB-Token mit dem PC verbinden. XP erkennt das automatisch und installiert die nötigen Treiber. Damit der Schlüssel an allen Ports funktioniert, müssen Sie dieses Prozedere an allen USB-Anschlüssen wiederholen – das ist bei 8 Ports an einem Test-PC nervig.

Danach müssen Sie festlegen, was passieren soll, wenn der USB-Token abgezogen wird. Die beste Einstellung ist mit “Lock the Computer” vorausgewählt. Alternativ kann der aktuelle User auch abgemeldet werden oder der PC fährt komplett herunter. Alle drei Möglichkeiten funktionieren im Test ohne Probleme. Vor dem fälligen Neustart des Systems müssen sich User noch beim Hersteller registrieren.

SecuriKey

Beim Abziehen des Keys wird der Zugriff auf den Computer gesperrt, das dauert nur rund drei Sekunden. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))


Keine Verschlüsselung für Daten

Nach dem Reboot scheint zuerst alles in Butter. Der PC startet ohne Probleme mit eingestecktem Token und auch der beiliegende Reserveschlüssel funktioniert. Fehlt der USB-Key, dann klappt auch das Einloggen nicht. Doch Vorsicht: Wer jetzt denkt, alle Daten seien sicher, der irrt sich. SecuriKey verschlüsselt nämlich nur die für den Login nötigen Daten (128 Bit AES) und nicht die sensiblen Geschäftsberichte, Quartalszahlen oder Studien oder gar die komplette Festplatte. Wer also unter XP Unternehmensdaten schützen will, muss das Windows-eigene EFS einsetzen (nur in XP-Pro enthalten) oder SecuriKey mit einer anderen Verschlüsselungs-Lösung koppeln. Hier hätten wir uns einen Assistenten gewünscht, der erstens auf diese Notwendigkeit hinweist und zweitens etwas mehr Komfort bietet als das Kontextmenü von XP.

Achtung: Wer die Daten nicht zusätzlich verschlüsselt, dem sei gesagt, dass sich auch die doppelte Authentifizierung mit einschlägigen Knack-Tools austricksen lässt.

Und noch ein Tipp für Notebook-Nutzer: Damit SecuriKey nicht aus dem Tritt kommt, wenn sich das Notebook in der Energiesparmodus begibt, müssen Sie in der Systemsteuerung folgende Einstellungen machen: Klicken sie auf Energieoptionen und Erweitert. Klicken Sie das Häkchen vor Kennwort beim Reaktivieren aus dem Standby-Modus anfordern an.

SecuriKey

Auch der Ruhezustand ist kein Problem für SecuriKey; die Kennwort-Abfrage muss man aber vorher aktivieren. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))


Testergebnis

SecuriKey erweitert die Authentifizierung um ein USB-Token. Das bringt deutlich mehr Sicherheit, hilft aber bei verlorenen Notebooks nur in Kombination mit einer Datenverschlüsselung. Praktisch ist, dass es auch eine Version für Mac OS X gibt, dagegen braucht man die Software unter Vista nicht.

SecuriKey Professional Edition
Hersteller: GT Security
Internet: www.securikey.com
Preis: 130 Euro (Software + 2x USB-Key für 1 Nutzer); 250 Euro (Software + 4x USB-Key für 1 Nutzer und 1 Administrator)

Note: befriedigend
Leistung (40%): befriedigend
Ausstattung (30%): befriedigend
Bedienung (20%): befriedigend
Support (10%): ausreichend

Das ist neu
– Vista-Support
– Mac-Support
– Unterstützung für Bitlocker und EFS

Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: Windows XP/Vista 32, OS X 10.4/10.5
Prozessor: Pentium 4/1 GHz, G4/1GHz
Arbeitsspeicher: 512 MByte