Leica schwächelt und hofft auf Photokina

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Der Kamera-Hersteller muss 38 Prozent Umsatzrückgang in nur einem Quartal vermelden und hofft auf neue Produkte, die er auf der Kölner Photomesse zeigen will

3,85 Millionen Euro Verlust und einen Umsatzrückgang im ersten Quartal des Geschäftsjahres (April bis Juni 2008) muss die Leica Camera AG einstecken.  Dabei hatte man im vergangenen Geschäftsjahr noch Umsatzplus und Gewinne verzeichnet (Leica-Geschäftsbericht als PDF hier)  Niedrige Umsätze mit digitalen Kompaktkameras, die man zusammen mit Panasonic entwickelt habe, seien einer der Gründe – der Konkurrenzkampf ist hier wohl zu stark.

Mit neuen Produkten zur Photokina wolle man eine Trendwende einleiten, vermeldet das Unternehmen. Welche dies sind, wurde noch nicht bekanntgegeben. Diese Woche aber will Partner Panasonic anlässlich einer Photokina-Vorveranstaltung in München neue Geräte vorstellen. Man kann sich fragen, ob diese dann später als Leica-Geräte auftauchen.

Eventuell wird Leica aber wieder selbst Hand anlegen: Weil die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent stark erhöht wurden (die Eigenentwicklungen wie eine Mini-Kamera liefen vorher recht gut) ist die Erhöhung von Kosten und Verlusten verständlich. Daher erwartet

So erwartet das Unternehmen auch für das kommende Quartal Verluste und erklärt, Gewinne wieder in zwei Jahren zu erwarten. Welche Produkte so viel Geld einfahren sollen, erzählt man indes nicht – zu interessanten Neuvorstellungen auf der Photokina darf man also gespannt sein. (Manfred Kohlen)

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