US-Richter bremst erneut die gierige RIAA ein

Allgemein

Und wieder werden sich die Anwälte des Musikverbandes in den Schlaf weinen müssen, konnten sie doch einem Teenager nicht einfach ihr nicht vorhandenes Vermögen abluchsen.

750 Dollar pro Lied verlangte die RIAA (Recording Association of America) von einem kleinen Mädchen, dass über KaZaA einige Songs geladen hatte. Noch bevor das Verfahren komplett abgeschlossen ist, senkte der zuständige Richter schon mal die mögliche maximale Schadenshöhe auf 200 Dollar pro Lied. Argument: Keine wissentliche Verletzung der Urheberrechte. Ihre technische Unwissenheit wie auch ihr zartes Alter lassen den Schluss gar nicht erst zu, folgte Richter Xavier Rodriguez der Argumentation der Verteidigung. KaZaA würde die Kunden schließlich nicht über das Wesen des Materials und die möglichen rechtlichen Konsequenzen informieren, betonte der Jurist. Auch das Argument der RIAA, die Copyright-Hinweise finden Jugendliche auf jeder Musik-CD, ließ Rodriguez nicht gelten. Er sprach das Mädel zwar nicht frei (so wie zuvor den Vater, der von den Musik-Downloads der Tochter nichts wusste), doch statt der gierigen RIAA-Forderung  über 405.000 Dollar (540 Songs x 750 Dollar) setzte er 37 kopierte Lieder à 200 Dollar fest – also eine Gesamtstrafe von 7.400 Dollar. Das sieht nach einigen Jahren ohne Taschengeld aus. Für die Anwälte, die nach dem Fall Tanya Andersen oder AllOfMP3 wieder mal den etwas kürzeren zogen. Doch geprügelte Hunde sind gefährlich. (rm)

ArsTechnica