IT-Chaos in britischen Krankenhäusern

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Das Gesundheitswesen in England erfreut sich nicht gerade bester Gesundheit. Ein teures Systemupdate hat die Lage noch verschlimmert.

Gut 16,5 Milliarden Euro verschlang eine Auffrischung des NHS-Computersystems, mit dem britische Hospitäler ihre Patientenakten verwalten und Operationen planen. Doch nach dem Systemumbau scheint nun das blanke Chaos zu herrschen, bei dem es nicht ausgeschlossen zu sein scheint, dass Patienten auch mal die falsche OP verpasst bekommen. Oder das hochansteckende Patienten nicht als solche im System stehen und daher tagelang ihre Viren frei in der Gegend verteilen konnten, statt auf der Isolierstation zu liegen. Dann landeten Unfallopfer in dringenden Fällen durchaus in der Warteschleife. Verspätungen seien ohnehin gerade an der Tagesordnung, berichtet der Guardian von den wenig erbaulichen Auswirkungen. Beobachtet wurden sie in London gleich nach der Systemumstellung, wo nach einer Zählung nun schon 272 Operationen kurzfristig abgesagt wurden. Aber hunderte anderer Krankenhäuser des Landes und weitere medizinische Einrichtungen sollen die neue NHS-Variante erst noch bekommen. Das kann ja Eiter werden. (rm)

Guardian