Freenet: DSL geht, Spoerr bleibt

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Dabei, dass das DSL-Geschäft verkauft wird, bleibt es. Aber Freenet-Chef Eckhard Spoerr wird trotz Bemühungen der zwei Großaktionäre, ihn abzulösen, bleiben.

Am Freitag fand die Aktionärsversammlung von Freenet stand – und ging doch anders aus als von den Großaktionären Drillisch und United Internet geplant.

Die Hauptversammlung der Freenet AG hatte den Antrag von United Internet und Drillisch abgelehnt, den Aufsichtsrat abzulösen. Trotz der katastrophalen Zahlen vertrauen die meisten Aktionäre Eckhard Spoerr noch. Spoerr wird also nicht entlassen – das DSL-Geschäft muss er trotzdem abstoßen. Vorstandsvorsitzender Helmut Thoma (bekannt als Ex-RTL-Chef) kündigte den Verkauf des Zugangsgeschäftes ofiziell an. Dieser sei sogar weiter vorangeschritten als bisher bekannt. Käufer nannte er indes nicht.

Es ist damit zu rechnen, dass sich United Internet dieses Stück vom DSL-Kuchen gerne abschneiden möchte, dass aber auch die spanische Telefonica interessiert ist. Ursprünglich wollten Drillisch und United Internet den Anbieter Freenet ganz übernehmen und aufteilen, doch Spoerr reagierte rechtzeitig und holte Finanzspezialisten Permira ins Boot, um dies abzuwehren. Dadurch besitzen UI und Drillisch keine Sperrminoritäten mehr.

Die Freenet-Aktie war nach einem kuzen Aufwärtstrend durch die Mobilfunk-Aktionen des Unternehmens leicht gestiegen und ging heute morgen erst einmal wieder auf Talfahrt. (Manfred Kohlen)

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