US-Spionageabwehr warnt vor olympischen Cybergefahren

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Wenn ein Blackberry mit nach China muss, unbedingt den Akku rausnehmen. Rät Joel Brenner, als hohes Tier unter den Schlapphüten für Cyber-Sicherheit zuständig.

Am besten sollten amerikanische China-Besucher gar keine elektronischen Geräte mitnehmen, erklärte er in den CBS Evening News. Wenn sie dennoch nicht auf die Mitnahme von Handys oder Blackberrys verzichten können, sollten sie die Batterien entfernen, denn:

“Die staatlichen Sicherheitsorgane können Ihr Mobiltelefon anstellen und das Mikrofon aktivieren, während Sie annehmen, dass es aus ist.”

“Das Handy in meiner Tasche, das gar nicht an ist”, wollte der TV-Interviewer noch einmal sicherstellen, “das kann eine Macht von außen, ein Agent von außen einschalten und mich belauschen?”

“Das ist genau das, was ich sage”, bestätigte Brenner, der die Position eines National Counterintelligence Executive and Mission Manager for Counterintelligence inne hat. Und es gelte ausdrücklich auch für Blackberrys. Er sollte es wissen, da er zweifellos auch weiß, was die US-Dienste in dieser Hinsicht drauf haben.

Noch ein guter Rat: Beim Olympia-Trip keinesfalls WLAN-Netze nutzen. Weil es doch Länder geben soll, in denen diese von staatlichen Sicherheitsdiensten überwacht werden. Und kompromittierte mobile Geräte könnten vollen Zugang zu allen Computerdateien zu Hause erlauben. Diese Ratschläge erfolgten “aufgrund einer anhaltenden und rücksichtlosen Folge von Datendiebstählen, die zu beobachten waren”.

(bk)

CBS