Iphone-Loser um 999 $ erleichtert

Allgemein

Armin “I am rich” Heinrich ist um 5600 $ reicher. Seine sinnfreie 999-$-Anwendung fand Käufer. Und mindestens einer tappte offenbar versehentlich in die aufgestellte Falle.

“Das ist kein Witz”, versichert er glaubhaft. “Ich brauche jemanden von Apple, der mir aus dieser Betrugsfalle hilft. Ich habe diese Anwendung mit ein paar Freunden gesehen, und wir klickten zum Spaß auf ‘Kaufen’, da wir es für einen Witz hielten, um zu sehen, was passiert. Ich dachte nicht daran, dass meine Frau auf meinem Laptop ‘1-Click’ aktiviert hatte, und es kaufte mir diese Anwendung wirklich für 999 $.”

Seine Visa-Karte wurde denn auch umgehend um diesen Betrag belastet. Die Bank weigerte sich, die Buchung ohne Rücksprache mit dem Verkäufer zu stornieren.

Angeboten wurde die Verarsche per AppleApp ausgerechnet unter der Bezeichnung “I am rich”. Inzwischen hat Apple die angebotene “Lifestyle”-Anwendung entfernt, die nichts weiter macht, als die Abbildung eines rot schimmernden Juwels auf dem Handy-Display erscheinen zu lassen – als Statussymbol auf dem Statussymbol.

Der Gewinner dieses 999-$-Spiels ist der deutsche Programmierer Armin Heinrich. Sein Anteil an der Beute beträgt 5600 $, während Apple 2400 $ damit einfuhr, denn Apple ist bei den Apps immer mit 30 Prozent mit dabei. Sechs Dummbeutel aus den USA, einer aus Deutschland und einer aus Frankreich lieferten jeweils 999 $ an Apples AppStore-Kasse ab.

Erst nach 24 Stunden zog Apple die Reißleine und sperrte die Anwendung – während es bei einer richtig sinnvollen und preiswerten Anwendung nur 20 Minuten gedauert hatte. Aber auch in diesem Fall wurde der Entwickler gar nicht erst informiert, so Armin Heinrich: “Ich habe keine Ahnung, warum sie es getan haben. Ich bin mir keiner Verletzung der Regeln bewusst, die für den Verkauf von Anwendungen im App Store gelten.”

Und überhaupt, er sei sich ganz sicher, dass eine Menge Leute seine Anwendung ebenfalls gerne kaufen würden, obwohl sie es derzeit nicht können. Denn sie stelle ein Kunstwerk dar und enthalte ein “geheimes Mantra”.

(bk)

Los Angeles Times

The Inquirer UK