Freenet wird nicht zerschlagen

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Die Großaktionäre United Internet und Drillisch wollen das Unternehmen ganz lassen – aber Vorstand Eckard Sperr ausbooten. Nur das DSL-Geschäft soll verkauft werden.

In einem Interview mit der Wirtschaftszeitung “Euro am Sonntag” betonte Drillisch-Chef Paschalis Choulidis, dass eine Zerschlagung des Online- und elekommunikationsdienstes Freenet kein Thema mehr sei. Zunächst solle erst einmal Schuldenabbau betrieben werden und die Firma in ihrer gegenwärtigen Struktur ohne das DSL-Geschäft weiterarbeiten.

Vor kurzem erst hatte Freenet katastrophale Zahlen vor allem im Hany-Bereich vermelden müssen.

Beim nun geplanten Verkauf der DSL-Tochter soll der Meistbietende den Zuschlag bekommen. Die Mitarbeiter haben sich aber auch dagegen ausgesprochen. Sie fordern für die am Freitag stattfindende Aktionärsversammlung, dass das Unternehmen auf keinen Fall zerschlagen werden solle.

Zudem arbeiten die beiden Großaktionäre, die über die gemeinsame Holding MSP rund 26 Prozent der Freenet-Aktien halten, daran, dem Freenet-Chef Eckard Spoerr offiziell das Vertrauen entziehen lassen. Spoerr habe den Kampf um sein Unternehmen vor allem dazu genutzt, die Aktionäre gegeneinander auszuspielen. Im Debitel-Management hätte man aber schon eine passable Alternative. (Manfred Kohlen).

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