Die Freenet-Geschäftszahlen gehen auf Tauchstation

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Der deutsche Telefonprovider war noch gar nicht bereit, seine Quartalszahlen zu veröffentlichen, da liegt schon eine Gewinnwarnung auf dem Tisch.

In den Monaten April und Mai krachte der Bruttogewinn um exorbitante 95 Prozent auf magere 1,9 Millionen (Vorjahr: 39,5 Mio. Euro) herunter. Der Umsatz erlitt mit 288,5 Millionen nur eine Delle (Vorjahr: 303,8 Mio. Euro). Trotzdem eine ziemliche Bauchlandung, versucht das Unternehmen doch gerade Geldgeber von einer Kapitalerhöhung zu überzeugen.

Die Schuld wird den Wettbewerbern wegen des Preiskampfes und dem Interesse an einer Freenet-Zerschlagung gegeben, die ja abgewehrt werden musste. Allerdings verlieren die Hamburger schon seit einiger Zeit Kunden, was natürlich Umsatz und Gewinn nicht gerade zuträglich sein kann. Vorsorglich kündigt das Hamburger Management schon an, dass die bevorstehenden Quartale aufgrund weiteren Abschreibungsbedarfs schlechte Ergebnisse aufweisen dürften. Kein gutes Omen. (Ralf Müller)