Politische Korrektheit verhindert DSL-Anschluss

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Fast. Keine bösen Wörter in Emailadressen. Auch wenn es keine sind, sondern eher ein Scrabble-Unfall.

Dr. Herman I. Libshitz, Radiologe in Rente und wohnhaft bei Philadelphia, USA, wollte endlich die legendäre Freiheit des Internet geniessen. Mit mehr Spass, als ihm sein 56k-Modem vermitteln konnte. Also wandte er sich vertrauensvoll an den grossen amerikanischen Internetprovider Verizon, und machte sich daran, per Web-Interface ein Abo für den Information Superhighway zu beantragen – erfolglos. Sein Name wurde nicht akzeptiert. Er rief die Support-Telefonnummer an, die ihn mit einem Call-Center auf den Philippinen verband. Dort erklärt ihm ein nach Angaben Libshitz’ sehr netter junger Mann, dass auf diesen Namen kein Vertrag ausgestellt werden könnte. Weil ja im Namen “Libshitz” das Wort “shit” herausbuchstabierbar ist. Und das geht ja wohl garnicht.

Der gute Doktor jedenfalls musste erst die Presse bemühen, bis der Spuk ein Ende fand und keiner mehr von ihm verlangte, seinen Namen falsch zu schreiben. Er bekam letztendlich, was er wollte: einen DSL-Anschluss auf den Namen, unter dem er bereits 200 akademische Schriften mitverfasste. Bravo, Dr. Libshitz! [fe]

Philadelphia Inquirer