Neues US-Gesetz: Unis müssen Filesharing kontrollieren

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Am Freitag hat der Senat der Vereinigten Staaten einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die amerikanischen Hochschulen dazu verpflichtet, mit “geeigneten technischen Maßnahmen” nicht legalen Datei-Austausch zu unterbinden.

Vor Copyrightverstößen an Uni-Rechnern sollen künftig entsprechende “Abschreckungsmittel” gesetzt werden. Das Gesetz hierzu, das der US-Senat vergangene Woche verabschiedete, soll auch den US-Universitäten einen Riegel vorschieben, wenn sie sich nicht daran halten, ihre Studenten-IT zu überprüfen: Die Bewilligung von Forschungsgeldern der Regierung könne auch daran beurteilt werden, heißt es in US-Medien.
(Manfred Kohlen)

Meine Meinung: Der neue US-Gesetzestext (“College Opportunity and Affordability Act”) sollte an sich die Universitäten wieder zugänglicher für nicht so betuchte Studenten machen und Finanz-Zuschüsse für Sicherheitsmaßnahmen – gegen Blutbäder, wie sie schon stattfanden – festlegen. Die Medienindustrie aber setzte ihre Forderungen durch, bei den “Sicherheitsmaßnahmen” in den Abschnitt 494 ihre eigenen Klauseln zu integrieren. Nun begüßen die Verbände MPAA (Motion Picture Association of America) und RIAA (Recording Industry Association of America) natürlich die Entscheidung des Kabinetts. Schließlich bekenne man sich zu geistigem Eigentum. Aber ist das Sicherheit? Dass die Gelder für Sicherheitsmaßnahmen eigentlich zu einem ganz anderen Zweck gedacht waren, ist den Medien-Tycoons hier offenbar entgangen. (Manfred Kohlen)

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