Voll entspannt im Renegade Gaming Chair

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Galaktische Schlachten schlagen und dabei in einem Sessel mit bequemen Armlehnen lümmeln, dessen 12 Vibrationsmotoren zugleich massieren?

Um diese und weitere Fragen zu beantworten, unterzogen die britischen XS Reviews die aktuelle Version des Ultimate Gaming Chair “Renegade” einem ausführlichen Test. Beworben wird der Renegade als ein Sessel für alles – für Videospiele, Massage und Heimkino. Er sei voll kompatibel mit allen wichtigen Spielekonsolen von Sony, Nintendo und Microsoft, und natürlich auch mit Video- und DVD-Playern.

Die Vibrationsmotoren synchronisieren sich mit der Spiele-Action ebenso wie die Lichteffekte des Sitzmöbels. Stereolautsprecher mit Raumklang sind in den Kopfstützen integriert. Die Rücklehne ist neigbar, die Massagefunktion in unterschiedlichen Modi zu wählen.

Gewisse handwerkliche Fähigkeiten sind Voraussetzung für die spätere Entspannung, denn Renegade kommt in einer großen Kiste und in Einzelteilen, die erst noch zu montieren sind. Was nicht ganz so einfach ist wie bei einem Ikea-Regal.

Nach dem erfolgreichen Zusammenbau wurde intensiv getestet, vielmehr gespielt, den Vorlieben des Testers zufolge mit Call of Duty 3, Flatout 2 und Rock Band. Und das löste nicht geringe Begeisterung aus: “Ich habe mich noch nie zuvor so mitten in einer Kampfszene gefühlt, während sich Kugeln anfühlten, als schlügen sie durch meinen Kopf. Die Vibrationen wurden fast unerträglich, als eine Granate in meiner Nähe explodierte und mich heftig nach hinten warf.”

Für den Musiktest wurde In Silico von Pendulum gespielt, weil es eine große musikalische Bandbreite abdecke. Zu bemängeln waren hier zu schwache Bässe der Lautsprecher, und es gelang auch den Motoren offenbar nicht, das auszugleichen. Sie hätten die Musik ergänzt und geholfen, sie zu “fühlen”, könnten aber niemals einen echten, hämmernden Bass ersetzen.

Testurteil: überwiegend positiv. Das Möbel sei rundum komfortabel, unterstütze optimal den ganzen Körper, biete genau die richtige Sichthöhe für den Bildschirm und sähe auch noch cool aus. Leider koste das Spielzeug jedoch 300 Euro – und dafür bekomme man doch schon eine gute Spielekonsole.

(bk)

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