Spielejournalisten sind faul

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Der Präsident der AIAS und frühere Eidos-Manager findet zu klaren Worten.

Joseph Olin war früher beim Spielevertrieb Eidos und leitet mittlerweile die Industrievertretung Academy of Interactive Arts & Sciences (AIAS). In einem Interview mit Shacknews vertrat er nun Positionen, die ihm bei der Presse keine Freunde schaffen dürften. Spielejournalisten seien faul und würden einen schlechten Job machen. Gerade bei Games mit langer Spielzeit und wenig Wiederholungen sei es unverzeihlich, so Olin, wenn der Reviewer nur zwei oder drei Stunden Spielzeit absolviere statt der vollen Länge von beispielsweise 40 Stunden. Das sei einem Filmkritiker vergleichbar, der nach der ersten Viertelstunde das Kino verlässt. Er verlangt von einem Spielekritiker, dass dieser in seinem Testbericht herausstellen müsse, was der Spielehersteller eigentlich erreichen wollte, und wie er den Spieler miteinbeziehen wollte.

Mal ehrlich, Joseph: Wen interessiert, was der Spielehersteller wollte? Oder der Filmproduzent, oder der Buchautor? Den Leuten genügt es völlig, wenn sie gute Unterhaltung für ihr Geld kriegen, und genau darüber sollten Journalisten schreiben. Oder? [fe]

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