Siemens trennt sich von Gigaset-Sparte

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Der Kehraus bei Siemens geht weiter. Nun verkauft man den Geschäftsbereich Siemens Home and Office Communication Devices (SHC), der vor allem durch seine Gigaset-Telefone bekannt ist, an eine Beteiligungsgesellschaft.

Schon vor drei Monaten tauchten Gerüchte auf, Siemens wolle sich von der Gigaset-Sparte trennen. Nun hat der Technologiekonzern bestätigt, den Bereich an Arques zu verkaufen – die Beteiligungsgesellschaft übernimmt zum 1. Oktober dieses Jahres 80,2 Prozent der Anteile. Nach zwei Jahren bekommt man dann auch den Rest.

»SHC ist ein substanzstarkes Geschäft mit gesundem operativen Kerngeschäft und hohem Wertsteigerungspotenzial«, erklärte der Arques-Vorstandsvorsitzende Michael Schumann. Man will vor allem auf margenstarke Produkte setzen und im Bereich VoIP wachsen. Zudem will man das internationale Geschäft ausbauen.

Arques darf die Marke Gigaset die kommenden zwei Jahre weiternutzen und hat sich verpflichtet, die SHC-Standorte in München und Bocholt mindestens drei Jahre zu erhalten. Allein in Bocholt sind 1400 der 2100 SHC-Mitarbeiter beschäftigt.

Im vergangenen Jahr erzielte die Siemens-Sparte einen Umsatz von 792 Millionen Euro – zwei Drittel davon mit schnurlosen Telefonen. (Daniel Dubsky)