Neue Bezahldienste: Amazon macht Paypal Konkurrenz

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Amazon hat zwei neue Bezahldienste gestartet, die Shop-Betreiber einfach in ihre Seiten einbinden können. Die Kunden können sich dann mit ihren Amazon-Zugangsdaten einloggen und durchlaufen nach dem Einkauf den vom Online-Händler gewohnten Bezahlvorgang.

Zwar bietet Amazon mit dem Flexible Payment Service bereits seit dem vergangenen Jahr einen Bezahldienst an, doch der ist eher für Entwickler gedacht, die einzelne Funktionen in ihre Webanwendungen integrieren wollen. Mit Checkout by Amazon und Amazon Simple Pay gibt es nun zwei neue Dienste – vorerst aber nur in den USA.

Checkout by Amazon liefert dem Shop-Betreiber die komplette Zahlungs- und Bestellabwicklung über den Online-Händler. Der Kunde kann sich mit seinen Amazon-Zugangsdaten einloggen und braucht daher Daten wie Lieferadresse und Zahlunsart nicht neu eingeben. Auch die 1-Click-Bestellung steht zur Verfügung.

Amazon Simple Pay ist einfacher gestrickt und konzentriert sich nur auf die Zahlungsabwicklung. Es fehlen beispielsweise die umfangreichen Auswertungen, das Tracking der Waren nach dem Versand, das Bestellmanagement und die Möglichkeit, Promo-Aktionen durchzuführen.

Bei beiden Diensten fällt eine Transaktionsgebühr an. Sie beträgt bei Transaktionen kleiner 10 Dollar 5 Prozent vom Warenwert plus 5 Cent, bei größeren Transaktionen 2,9 Prozent vom Warenwert plus 30 Cent. Ab einen gewissen Zahlungsvolumen pro Monat gibt es allerdings Preisnachlässe. (Daniel Dubsky)