Die iPods vernichten Liedtexte

MP3-Player, ob von Marktführer Apple oder nicht, löschen natürlich keine Textzeile im Gerät, sondern im Hirn der Nutzer.

von Ralf Müller 5

Wir Deutschen waren noch nie so ganz textsicher bei ausländischem Liedgut. Doch eine britische Umfrage ergab, dass auch Muttersprachler heutzutage enorme Probleme haben, Textzeilen aus populären Songs korrekt wieder zu geben. Das liege nicht an der steigenden Analphabeten-Quote, am wachsenden Alkoholkonsum der Jugend oder an der zu geringen Aufmerksamkeitsspanne, sondern die digitalen Musikplayer seien Schuld am Dilemma (falls es eins ist). Es fehle einfach das Booklet des Original-Albums, in dem die Songtexte meist komplett nachzulesen waren.
Die Organisation “National Year of Reading”, welche die Umfrage durchführte, sammelte auch gleich beim Publikum ein paar nette Textausrutscher ein:

Madonna, Like A Virgin: “Touched for the 33rd time.” (Original: Touched for the very first time.)

REM, Losing My Religion: “Let’s pee in the corner.” (Original: That’s me in the corner.)

Nirvana, Smells Like Teen Spirit: “Here we are now, in containers.” (Original: Here we are now, entertain us.)

Bob Dylan, Blowin’ In The Wind: “The ants are my friends, they’re blowin’ in the wind.” (Original: The answer, my friend, is…)

Spice Girls, Wannabe: “If you wanna do my mother, you gotta get her a Benz.” (Original: If you wannabe my lover, you gotta get with my friends.)

Abba, Chiquitita: “Chicken tikka, tell me what’s wrong” (Original: Chiquitita, tell me…)

U2, Mysterious Ways: “Shamu, the mysterious whale.” (Original: She moves in mysterious ways.)

Eagles, Desperado: “You’ve been outright offensive.” (Original: …out riding fences.)

Starship, We Built This City: “We built this city on the wrong damn road.” (Original: …on rock and roll.)

Red Hot Chili Peppers, Can’t Stop: “Can’t stop the ferrets when they need food.” (Original: Can’t stop the spirits when they need you.)

DailyStar

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Letzter Kommentar




5 Antworten zu Die iPods vernichten Liedtexte

  • 31. Juli 2008 à 14:53 von issjaalbern

    haha: “Can’t stop the ferrets when they need food.”
    wer iss den so banane??? die leute heute^^

  • 31. Juli 2008 à 15:09 von Chris_M

    Den besten verstümmelten Text stammt nicht aus einem Liedtext, sonder einer Übersetztung eines Satztes von George Lucas:

    George Lucas: ‘May The Force Be With You’

    Übersetzter: ‘Am 4. Mai werden wir bei euch sein.’

    Großßartig!

    Chris

  • 1. August 2008 à 08:17 von Egnat

    die fehlenden booklets? natürlich… abgesehen von der tatsache dass zu zeiten als ich noch cds gekauft habe diese schon immer weniger texte enthielten, sollte man meinen es gibt genügend websites mit liedertexten…

  • 1. August 2008 à 10:11 von Margot

    Wozu sollte man die Texte modernen Liedgutes auch kennen? Wegen der tiefschürfenden Gedanken wie

    “Brother louie, louie, louie
    Oh, shes only looking to me
    Oh, let it louie”
    Modern Talking

    oder wegen

    “You got me running around
    And running around
    And running around”
    Mariah Carey

    oder wegen

    “Shoo-bop-bop-bop-bop, shoo-bop-bop-bop”
    Amy Grant

    Spielt also keinerlei Rolle, ob wir auch das hören, was die Sänger stammeln. Tut doch weh, diese verbale Umweltverschmutzung.

    “anna, meine poesie
    die mochtest du noch nie
    jetzt siehst du, was du davon hast”
    Grönemeyer

  • 2. August 2008 à 10:42 von Textur

    Gut. dass das meiste auf Englisch gelabert wird. Das macht dann wenigsten keine Kopfschmerzen.

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