Yahoo: Icahn-Getreuer springt ab

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Offenbar getrieben von der Hoffnung, Carl Icahn werde Yahoo ebenso rabiat auf einen neuen Kurs trimmen wie einst Motorola, hatte Milliardär T. Boone Pickens 10 Millionen Aktien des Unternehmens erworben. Die stößt er jetzt ab, frustriert und mit einem Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.

Erst war es die Hoffnung auf die Annahme der Microsoft-Offerte, nach deren Ablehnung dann die auf Carl Icahn, und zum Schluss bleibt der blanke Frust: Der Großinvestor Pickens, der wahrscheinlich bei einem Kurs von 25 bis 28 Dollar 10 Millionen Aktien gekauft hat, hat sich mit hohen Verlusten von diesem Paket getrennt (der Kurs liegt derzeit bei 22,50 Dollar).

Die Verkündung dieser Mitteilung in der Presse verband der Milliardär zwar vor allem mit heftiger Kritik am alten Yahoo-Vorstand; die Entscheidung signalisiert aber auch, dass er auch von dem Engagement von Carl Icahn, der es mittlerweile auf einen Vorstandssitz gebracht hat, keine großen Änderungen erwartet.

Sollte Pickens, der ja offenkundig weiß, wie man Geld macht,  mit seiner Entscheidung Recht haben, könnten Icahn die Truppen davonlaufen – Yahoo selbst aber wäre immer noch mit einem mäkelnden Greis im Vorstand geschlagen. [gk]

Sydney Morning Herald / AP