Reuters verbaselt IM-Technologie

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Geiz oder Schnarchnasigkeit – Reuters darf bei einem speziellen Nachrichtendienst für Finanzdienstleister eine Instant-Messaging-Technologie nicht mehr benutzen, deren Lizenz ausgelaufen ist. Firmenintern befürchtet man Millionenschäden.

Das Besondere an der IM-Technologie FaceTime ist nicht nur die angebliche Sicherheit vor Hackern, sondern auch, dass die elektronische Kommunikation über das Tool entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen aufgezeichnet wird – dafür war die Kundschaft bereit, so tief in die Tasche zu greifen, dass für Reuters nun offenbar Millionenbeträge auf dem Spiel stehen.

Wer FaceTime selbst lizenziert hat, hat kein Problem, wohl aber alle, die den Dienst via Reuters nutzen. Dabei wäre die Sache relativ einfach und billig gewesen: Nachdem Reuters bereits 1,3 Millionen Dollar an FaceTime als Teil eines Zwei-Jahres-Vertrages gezahlt hatte, wären am 31. Januar lediglich weitere 150.000 Dollar fällig gewesen. Die aber hat Reuters erst geschickt, als FaceTime bereits geschrieben hatte, dass der Lizenzierungsvertrag ausgelaufen sei … [gk]

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