Sony: Wo ist unser Geld hin?

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Überrascht blickte das Japan-Management gerade in leere Kassen. Irgendwie blöd. Der Ausweg? Ein Subprime-Kauf.

Was macht ein typischer, gestandener Weltkonzern, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen? Natürlich, eine große Fusion einfädeln, damit man im resultierenden Chaos seine eigenen Fehler wunderbar verstecken kann (das Geheimnis, warum Firmenkäufe selten Sinn machen, aber trotzdem häufig vorkommen). Bei Sony rauschte der Betriebsgewinn in nur zwölf Wochen um 40 Prozent in die Tiefe. Was tun? Schnell mal BMG Music komplett übernehmen. Für die restlichen 50 Prozent des bisherigen Joint Venture muss Sony gut 600 Millionen Euro auf den Tisch der Bertelsmänner blättern, plauderten Wirtschaftsdienst Nikkei und Financial Times aus. Klar, es gibt Probleme mit dem siechen Markt der Unterhaltungselektronik. Also steigt man konsequenterweise stärker in den sterbenden Musikmarkt ein (es sterben die großen Labels, nicht die Musik). Noch im August darf sich der Medienkonzern aus Gütersloh über den Sony-Geldsegen freuen. Und darüber, eine große Last los zu sein. (rm)

FTD