Oracle-Spionagevorwurf: 9/11 für SAP?

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Ein böses Omen für den Softwarekonzern? SAP muss sich am berüchtigten Datum 11. September vor einem US-Gericht verantworten.

Das zehnte Quartal in Folge habe SAP weltweit Marktanteile gewonnen, behaupten  die Manager aus Walldorf (bei Heidelberg). Ein Mittel des Hauptkonkurrenten Oracle, um die Deutschen zu stoppen, könnte das seit einiger Zeit schwelende Verfahren rund um US-Tochter TomorrowNow sein. SAP wird diesen Zukauf aus 2005 sicher schon bitter bereut haben und schließt die US-Bude auch im Oktober. Doch damit sind die Vorwürfe des gezielten Datendiebstahls bei Oracle-Kunden nicht vom richterlichen Tisch. Zumal die Amerikaner soeben ihre Vorwürfe ausweiten und schwerwiegende Beweise für den 11. September ankündigten. So behaupten sie nun, dass nicht nur TomorrowNow als Service-Dienstleister vorsätzlich die Daten der Oracle-Kunden eingesackt hätte, sondern dass das SAP-Management aus Walldorf schon vor dem Firmenkauf darüber gewusst (und das geschätzt) habe. Angeblich mit dem Ziel, die Daten für den eigenen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Die Mannen rund um Boss Henning Kagermann haben bislang stets behauptet, weder von den Vorgängen in USA gewusst, noch die Daten jemals auf SAP-Rechner übertragen zu haben. Genau das wolle Oracle aber dem Bezirksgericht in San Francisco mittels interner SAP-Dokumente beweisen. Da gab es wohl Gegenspionage, hm? (rm)

n-tv

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