Amerikanische Filmstudios leisten Aufklärung im Internet

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Die MPAA will das Web mit Links zu legalen Filmdownloads pflastern – natürlich gibt es diese nur gegen Gebühr: Angeblich wären viele User damit überfordert erlaubte von unerlaubten Downloads zu unterscheiden.

Die Motion Picture Association of America (MPAA) will dem Internet etwas Gutes tun: Eine neue Webseite soll eine Link-Quelle für legale Filminhalte werden. Darauf zu finden sind zukünftig Kinotickets, Orte an denen man eine DVD kaufen oder leihen kann oder eben Links zu Seiten auf denen man eine DVD kaufen oder ausleihen kann. Laut den amerikanischen Filmstudios soll dadurch die Anzahl der Copyright-Piraten reduziert werden. Viele wären nämlich versehentlich Piraten, so die MPAA. Zahlreichen Raubkopierern sei nicht klar, dass der eben heruntergeladene Film gegen irgendwelche Rechte verstößt, zitiert Ars Technica die MPAA. Die neue Webseite soll deswegen Abhilfe schaffen. Es handelt sich dabei um einen von zahlreichen Versuchen der amerikanischen Filmstudios sich der Raubkopierer-Problematik anzunehmen. (mr)

Meine Meinung: Die angesprochene Webseite ist zwar kostenlos – die Inhalte auf die sie verlinkt jedoch nicht. Es kann durchaus sein, dass manch unbedarfte Computernutzer sich über diese Aufklärung freuen. Illegale Filme erkennt man jedoch auch leichter. Eine Faustregel besagt: “Ist der Film den du gerade siehst kostenlos, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich dabei um eine Raubkopie handelt“. Mal davon abgesehen, dass die von der MPAA angesprochene Zielgruppe ohnehin an den Filehoster-Captchas verzweifelt. (Maxim Roubintchik)