Wirtschaftskrise fördert Open Source

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Wer Geld sparen muss, greift beim Software-Kauf zunehmend zu Open Source. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Open Solutions Alliance.

Unternehmen, die Open-Source-Software (OSS) anbieten, geht es gut: 80 Prozent berichten über einen Anstieg in puncto Verkauf oder Service. Offensichtlich wirkt sich die weltweite Finanzkrise auf das Kaufverhalten aus, denn 29 Prozent der befragten Unternehmen sind sicher, dass viele Kunden auf Open-Source-Software umsteigen, um Lizenzgebühren zu sparen, und 44 Prozent immerhin glauben, dass die Finanzkrise den Absatz wenigstens ein bisschen ankurbelt.

Zu Microsoft haben die Unternehmen offenbar ein entspanntes Verhältnis. Denn während in der IT-Presse häufig ein dramatischer Gegensatz zwischen dem Software-Riesen aus Redmond und der Open-Source-Szene gezeichnet wird, sehen die Unternehmen dies ganz anders. Fast 85 Prozent berichten, dass ihre Produkte auf dem Betriebssystem Windows laufen oder dazu kompatibel sind. 51 Prozent arbeiten auch aktiv mit dem Windows-Konzern zusammen. Nur neun Prozent setzen ganz auf “Microsoft-freie” Umgebungen.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:
47 Prozent glauben, dass Open Source inzwischen kein Nischenmarkt ist, sondern schon zum Mainstream gehört.
79 Prozent der Käufer von Open-Source-Programmen sorgen sich um die Kompatibilität zu proprietärer Software.
52 Prozent glauben, dass Web 2.0 neue Chancen auch neue Chancen für OSS bietet. Allerdings sind sich 32 Prozent nicht sicher, was sie mit Web 2.0 anfangen sollen.

Die komplette Studie ist als PDF kostenlos auf der Website der Open Solutions Alliance erhältlich. (Mehmet Toprak)

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