Sipgate lässt T-Mobiles iPhone-Werbung verbieten

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Die Telekom muss ihre iPhone-Werbung ändern: Sie wurde vom Hamburger Landesgericht als irreführend abgestempelt.

Der iPhone-Tarif “Complete” darf ab sofort nicht mehr als “freier Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate” beworben werden. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg hervor. VoIP-Anbieter Sipgate hatte geklagt und bekam nun Recht. Der Internetzugang ist nämlich nicht frei, da unter anderem VoIP-Software und Instant-Messenger-Protokolle unterbunden werden. Auch die Datenflatrate kommt nicht ganz ohne Einschränkungen daher: Die Geschwindigkeit wird je nach Tarif ab 300 MByte bis 5 GByte Datenvolumen auf ISDN-Niveau heruntergeschraubt.

Der eigentliche Rechtsstreit zwischen Sipgate und Telekom ist allerdings bislang nicht vorangeschritten. Der VoIP-Hersteller stellt für das alte iPhone eine Software her, die VoIP-Verbindungen bei geknackten Apple-Geräten ermöglicht. Telekom wirft Sipgate deswegen vor, zum Knacken des iPhone zu ermuntern. Sipgate hat sich bislang geweigert, den Vertrieb seiner Software zu unterlassen. (Maxim Roubintchik)