Halbleiterindustrie wandert in die Mongolei aus

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Die innere Mongolei und chinesische Nordprovinz bietet noch ungenutzte elektrische Kapazität.

Taiwanische und internationale Polysilizium-Produzenten bereiten sich derzeit auf eine Reise in die Mongolei aus. Dabei wird die Karawane aber schon in der “inneren Mongolei”, also einer nördlichen Provinz des Reichs der Mitte haltmachen. Dort, so haben die Goldgräber des Siliziumzeitalters herausgefunden, gibt es die wichtigste Ressource ihrer Industrie deutlich billiger als mitten in der chinesischen Prosperitätszone: elektrischen Strom.

Weil die Provinz zwar dünn besiedelt ist, aber über reiche Steinkohlenvorkommen verfügt, ist der Strom dort billiger als weiter im Süden, so dass die Herstellung von Silizium vor allem für Solarzellen dort merklich billiger kommt. Ob die neuen Kohlekraftwerke dann irgendwelche Nebenwirkungen mit sich bringen – wer weiss das schon? Und überhaupt: 5 bis 10 Prozent Preissenkung rechtfertigen auch solche lästigen Details. [fe]

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