Verband gibt eBay zum Abschuss frei

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Jetzt soll es dem Online-Auktionshaus endgültig an den Kragen gehen. Für zigtausende von verkauften Raubkopien soll die Plattform selbst nun gerade stehen.

Der US-Branchenverband “Software and Information Industry Association” (SIIA) fährt bald die ganz großen Geschütze gegen eBay auf. Waren in der Vergangenheit immer nur die einzelnen Anbieter von raubkopierten oder nachgemachten Programmen dran, so soll nun das Portal selbst vor Gericht oder auch vor den US-Kongress gezerrt werden. Die Lobbyisten der großen Softwarehäuser schöpften offensichtlich Hoffnung aus den erfolgreichen Verfahren, die der französische Hersteller von Luxusgütern LVMH
sowie auch die Luxusmarke Hermes wegen gefälschter Artikel gegen eBay angestrengt und gewonnen hatten. Nur bei Tiffany behielt eBay die Oberhand. Das waren aber alles Kleinigkeiten gegen die Software-Industrie, die eBay ganz andere Mengen und damit Schadenssummen vorrechnen kann. Die SIIA ist zwar nicht die Business Software Alliance, doch zu ihren Mitgliedern gehören unter anderem Apple und Adobe. Und an einem beliebigen Tag laufen allein um die 2.000  Photoshop-Auktionen parallel. Statt also weiterhin selbst eine Flut von vielen kleinen Prozessen zu betreiben, schieben die Hersteller nun ihren Verband in Stellung. Das wollen wenigstens US-Newsportale mitbekommen haben. Demnach denken die Verbandsanwälte über “proaktive Schritte” gegen eBay nach. Da brauen sich also neue Wolken über dem angeschlagenen Auktionshaus zusammen. (rm)

Arstechnica

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