Spam-Könige: Der eine kommt, der andere geht

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Schön, wenn die US-Justiz sich vorgenommen hat, Spammer mit Gefängnisstrafen abzuschrecken. Weniger schön, wenn sie sie dann gleich wieder entwischen lässt.

Ganz abgesehen davon, dass sich amerikanische Justiz und Medien nicht darauf einigen können, wer denn nun der “Spam King” ist (Eddie Davidson oder Robert Soloway) – wenn dann erst mal ein Müllmail-Versender gefasst ist, nimmt man ihn offenbar so wenig ernst, dass er gleich wieder aus dem Knast herausmarschieren kann.

So geschehen im Fall von Davidson, der am Sonntag einfach nicht aus seinem Hafturlaub zurückgekommen ist. Davidson hatte eigentlich noch anderthalb Jahre Haft vor sich, konnte aber bis zur letzten Sichtung bereits 150 Kilometer zwischen sich und die Gefängnismauern bringen.

Als Ersatzhäftling für ihn wird gerade Robert Soloway eingewechselt, der mit einer Haftstrafe von 47 Monaten auch deutlich länger aus dem Verkehr gezogen werden soll.  Der Mann, der ebenfalls als “Spam King” firmiert, hatte anscheinend das Pech, dass ihn auch Microsoft schon seit längerem im Visier und mehrmals verklagt hat.

Die Anklage hatte sogar sieben bis neun Jahre für Soloway verlangt – aber was hilft das schönste Strafmaß, wenn man’s gar nicht absitzen muss?  [gk]

Sydney Morning Herald

Yahoo / PCWorld