Laplink Gold 2008
Der Klassiker

Allgemein

Fernwartungs-Tools sparen Admins lange Fußmärsche in die Fachabteilungen oder Reisen in entfernte Niederlassungen. Dabei geht der Trend bei diesen Produkten zu einfacherer Bedienung und schnellerer Datenübertragung. Wie sich der Platzhirsch Laplink schlägt und vor allem wie sich die Neuheiten machen, haben wir getestet.

Fernwartung für 5 Client-PCs

Laplink ist bei Fernwartungs-Software was Tempo bei Papiertaschentüchern ist – der ausgewiesene Standard. Das seit DOS-Zeiten beliebte Tool zur Übertragung von Daten zwischen PCs ist in der Zwischenzeit zu einer kompletten Fernwartungs-Suite gewachsen und unterstützt in der neuesten Version auch Windows Vista. In Deutschland werden Laplink-Boxen über Avanquest (www.avanquest.de) vertrieben. Mit im Paket sind fünf Client-Lizenzen, sprich das Programm lässt sich auf fünf PCs installieren und gleichzeitig nutzen – für kleine Büros oder einzelne Abteilungen sollte das bereits ausreichen.

Die Installation läuft ohne Probleme ab, am Ende ist ein Neustart fällig. Wer noch ältere Betriebssysteme am Start hat, etwa Windows 98 SE, und diese zusammen mit Laplink nutzen will, muss dazu Laplink Gold 12 verwenden, das sich ebenfalls auf der Installations-CD befindet. Der beigelegte Schlüssel für Laplink Gold 2008 passt auch für die Version 12.

Für ältere Windows-Versionen liegt noch Laplink Gold 12 auf der Installations-CD. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))

Viele Verbindungsmöglichkeiten

Weder ein serielles noch ein Laplink USB-Kabel liegen dem Paket bei. Mit der Goldversion werden also bevorzugt Rechner im LAN oder übers Internet verbunden. Vom Start weg müssen Nutzer wählen, über welchen Weg sich die PCs verbinden sollen. Neu ist Laplink Internet: Dabei wird die Verbindung nicht direkt zwischen Host und Client geschaltet, sondern über einen Laplink-Server. Der Vorteil für die Benutzer: Komplexe Firewall- oder Proxy-Konfigurationen entfallen. Es ist aber sicher nicht jedermanns Sache, die Fernwartung über den Server einer anderen Firma zu machen.

Im Test funktioniert Laplink Internet ohne Probleme und lässt sich kinderleicht über ein Benutzerkonto bei Laplink einrichten. Einziges Problem: Startet man die Remote-Verbindung während der Client noch nicht erreichbar ist, dann wird die Laplink-Anzeige nicht aktualisiert. Nutzer sehen in der Anzeige immer noch, dass der Client nicht erreichbar ist. Hier hilft nur ein Neustart. Im ersten Jahr ist der Verbindungsdienst kostenlos, jedes weitere Jahr kostet 13 Euro.

Verbindungsaufnahme: Laplink bietet zahlreiche Möglichkeiten um PCs zu verbinden.

Sicher & Schnell

Wer zugreifen darf, wird per Authentifizierung bestimmt. Dabei ist es möglich, bestehende Windows-Benutzerkonten zu verwenden oder eigene User in Laplink anzulegen. Ersteres ist vor allem im Active-Directory äußerst bequem und funktioniert im Test tadellos. Es ist auch möglich, jedem Laplink-User Zugriff zu gewähren, aber die Aktionen auf dem PC einzuschränken. So darf Nutzer A etwa nur Dateien übertragen, Nutzer B auch noch die Fernsteuerungsfunktion nutzen und Nutzer C darf beides.

Die Performance im Test ist zwar nicht überragend, doch Laplink hat einige Abspeckfunktionen eingebaut, um auch die Fernsteuerung übers Internet einigermaßen erträglich zu machen. Cool dagegen ist die Geschwindigkeit im LAN, hier können Admins getrost vor ihrem Rechner bleiben und bequem Clients umkonfigurieren. Die Nase vorn hat Laplink auch bei der Dateiübertragung: Die Zwei-Fenster-Optik ist kinderleicht zu bedienen, per Drag-and-Drop sind Dateien schnell verschoben. Wer PC synchronisieren will, dem gibt Laplink ein schnelles Werkzeug an die Hand, denn es werden immer nur die Änderungen übertragen.

Mit Laplink greifen Sie auf entfernte Rechner zu. Bei der Fernsteuerung über das Internet sollten die Qualitätsansprüche aber zurückgeschraubt werden. Im LAN wird dagegen alles flott übertragen. ((Ins Bild klicken für größere Ansicht.))

Fazit

Laplink zeigt mit der neuen Version, dass viele Funktionen und einfache Bedienung sich nicht ausschließen müssen. Einzig die Performance bei Fernwartung übers Internet könnte besser sein. Im LAN bleiben keine Wünsche offen.

Laplink Gold 2008
Hersteller: Laplink Software Inc.
Internet: www.laplink.com/deu
Preis: ca. 80 Euro

Note: gut
Leistung (50%): befriedigend
Ausstattung (30%): sehr gut
Bedienung (20%): sehr gut

Das ist neu
– Vista-Support
– Laplink Internet

Systemvoraussetzungen
Betriebssysteme: ab Windows XP
Prozessor: Pentium IV/1 GHz
Arbeitsspeicher: 512 MByte