Warum das japanische Iphone beim Fotografieren klickt und surrt

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Andere Länder, andere Unsitten. Und deshalb bekam das Iphone 3G für Japan eine ganz besondere Lokalisierung – es gibt beim Knipsen warnende Töne von sich, selbst bei Stummschaltung.

Dieses Feature gibt es nur für die japanische Variante des Jesusphones. Damit es schön züchtig zugeht und Japaner nicht ihren seltsamen Leidenschaften nachgehen, die Landeskenner Upskirt und Downblouse nennen. Wenn also zum Beispiel beim Befahren einer Rolltreppe die Objektive unter den Rock oder von oben in die Bluse zielen.

Diese kleinen voyeuristischen Freuden scheinen in Japan beliebt, aber zugleich verpönt zu sein. Und nicht alle Rockträgerinnen schätzen es, wenn die heimlichen Aufnahmen auch noch per Internet Verbreitung finden.

Um solche Umtriebe im Keim zu ersticken, simuliert das Iphone 3G deshalb deutlich vernehmbar das Geräusch eines Kameraverschlusses. Es klickt und surrt wie eine alte Sucherkamera. Und im Gegensatz zum ersten Iphone ist es nicht mehr möglich, das Geräusch zu vermeiden. Selbst die komplette Stummschaltung des Iphones verhindert nicht mehr die warnenden Knipsgeräusche.

Apple hat sich damit aber nur an die lokalen Marktgebräuche angepasst. Fast alle aktuellen japanischen Handys produzieren solche Geräusche, manche sogar noch lauter, oder sie lassen das Wort “Cheese” ertönen.

(bk)

Nobilog

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