Schwaches Ergebnis für Sandisk

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Flash-Spezialist Sandisk muss den Ausbau einer Fabrik auf 2009 verschieben. Die Quartalszahlen sind enttäuschend.

Angesichts des Trends zu Solid-State-Speichern sind Flash-Speicher ein sicheres Geschäft – möchte man meinen. Dass diese Einschätzung auch in die Irre führen kann, zeigt der aktuelle Quartalsbericht von Sandisk. Der Hersteller beklagt ein schwaches zweites Quartal 2008 und musste einen Verlust von 68 Millionen Dollar hinnehmen. Im gleichen Quartal des Vorjahres stand noch ein Gewinn von 25 Millionen Dollar in den Büchern. Der Umsatz sank um einen Prozentpunkt.

Positiv für Käufer: Der Preise pro Megabyte Speicher sank gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent.

Sandisk-CEO Eli Harari führt das enttäuschende Ergebnis vor allem auf das sinkende “Vertrauen der Verbraucher” in den USA zurück. Als Reaktion auf die enttäuschenden Zahlen will Sandisk den geplanten Ausbau der Produktionsstätte Fab 4 verschieben. Frühestens im April 2009 soll der Ausbau starten.

Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Newsdienste kritisierte der Sandisk-Chef auch Microsofts Betriebssystem Windows Vista, das nicht optimal auf Solid State Disks abgestimmt sei. Deshalb müsse Sandisk jetzt neue Controller für SSDs entwickeln, um die Schwächen von Windows Vista auszugleichen. (Mehmet Toprak)

Bild: Sandisk