AMD bereitet Atom-Killer vor

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Der neue Chef verspricht Näheres zum Geode-Nachfolger und Atom-Konkurrenten im November.

Auf dem wachsenden Marktsegment Chips für der kleine und billige Mobilrechner kann AMD nicht so richtig mithalten: der Embedded-Prozessor Geode macht sich in Industrieanwendungen zwar ganz gut, hat aber nicht die Qualitäten der neuen Stromspar-Rechenwerke von Intel und Via.

Nun hat der neue AMD-Chef Dirk Meyer das Herannahen eines echten Konkurrenten zur Intel-Atom-Reihe angekündigt. Im November soll der bisher unter dem Codenamen “Bobcat” gehandelte ultramobile Rechenchip offiziell vorgestellt werden – bisherige Gerüchteköche sprechen von einem Single-Core mit einem GHz Takt, 128 KByte L1 Cache, 256 KByte L2 Cache, 800MHz HyperTransport, Memory Controller für 400MHz DDR 2 Speicher, acht Watt Verbrauch im Ganzen (das ist weniger als ein Atom mit Northbridge). Das sollte eigentlich für alles bis auf die neuesten 3D-Shooter oder exzessives Multimediatreiben ausreichen.

Warum will sich AMD so viel Zeit mit der neuen Generation lassen? Weil Intel atomare Liefer- oder Q/A-Schwierigkeiten hat, so dass HP für sein Mini-Klappbook-Angebot schon auf die weniger ruhmumkränzten Via-Chips auswich. Wir können also in Ruhe den Spätherbstmonat abwarten und die jeweils frischen Menüs aus der Silizium-Gerüchteküche geniessen. [fe]

TheRegister